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Potsdam

Die Hauptstadt Brandenburgs ist für ihre einzigartigen Schloss- und Parkanlagen bekannt, die gepflegt und saniert sind und somit zum UNESCO-Welterbe gehören. Lernen Sie Potsdam besser kennen! von Esra Kurtoglu (02.12.2016)

Potsdam ist die Hauptstadt Brandenburgs, grenzt im Südwesten an Berlin und ist für ihre einzigartigen Schloss- und Parkanlagen berühmt. Die Schlösser und die vielen Parkanlagen, die gepflegt und saniert sind, sind der Grund, warum die Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin zum UNESCO-Welterbes gehören.

 

Schlösser und Parks

Schloss Sanssouci ist weltberühmt, eines der beliebtesten Ziele Potsdams und wird zu Recht mit Friedrich dem Großen verbunden. Das Schloss im Stil des Rokoko war sein Sommersitz und auch sein liebster Ort um sich zurückziehen; das ist auch der Grund warum er das Schloss „Sanssouci“ (französisch: „ohne Sorge“) nannte und ist als eine Art Leitmotiv des Königs zu verstehen. Die Lage des Schlosses auf den Weinbergterrassen, die erhaltene Raumausstattung und das Grab des Königs auf der obersten Weinbergterrasse ziehen viele Besucher an. Der Ansturm ist vor allem in der Sommersaison so groß, dass die Tickets oft schon vor Schließung ausverkauft sind – die Anzahl der Tickets ist pro Tag begrenzt!

Im Park Sanssouci liegt das Schloss Charlottenhof, das im klassizistischen Stil als Sommerschloss erbaut wurde. Friedrich Wilhelm IV. beauftragte im Jahr 1826 Karl Friedrich Schinkel mit der Umgestaltung des ursprünglichen Gutshauses. Vor dem Schloss erstreckt sich ein englischer Garten.

Natürlich gibt es in Potsdam noch viele weitere prachtvolle Parkanlagen, zu denen Sie hier genaue Informationen finden können.

 

Historische Bauten im Zentrum Potsdams

Im 18. Jahrhundert ließ Friedrich Wilhelm I. das Holländische Viertel erbauen. Der König hatte eine große Vorliebe für die holländische Architektur und Kultur, weshalb einige Bauten in Potsdam in Ihrem Erscheinungsbild am holländischen Stil orientiert sind und zusätzlich sollte das neu errichtete Viertel holländische Handwerker anlocken. Zu DDR-Zeiten verfiel das Holländische Viertel leider stark, wurde nach der Wiedervereinigung aber vollständig restauriert und saniert.

Der Alte Markt bildet mit einigen Bauten das historische Zentrum Potsdams. In der Mitte des Platzes befindet sich die Nikolaikirche im klassizistischen Stil, das alte Rathaus, das 1753-1755 errichtet worden ist, der Obelisk, das ehemalige Stadtschloss, der Palast Pompei, das Museum Barberini und die Fachhochschule Potsdam.  Das Alte Rathaus ist an die italienische Baukunst angelehnt und wurde bis 1945 für die Stadtverwaltung genutzt. Nach dem zweiten Weltkrieg musste das Gebäude wegen starken Beschädigungen wieder aufgebaut werden und wird seitdem für kulturelle Veranstaltungen, Informationsveranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Das ehemalige Stadtschloss ist heute Sitz des Brandenburgischen Landtages.

Potsdam hat, wie Berlin, sein eigenes Brandenburger Tor, das 1770-1771 am Luisenplatz erbaut wurde und bis 1900 Teil der Stadtmauer war.

 

Museen in Potsdam

Auch im musealen Bereich hat Potsdam einige Angebote, bei denen jeder auf seine Kosten kommen sollte.

Für Erwachsene als auch Kinder ist das Naturkundemuseum auf jeden Fall einen Besuch wert! Das Museum bietet die ständige Ausstellung „Tierwelt Brandenburgs“ zu den Themen Natur, Umwelt und Entwicklung der Artenvielfalt Brandenburgs und bietet zusätzlich auch Sonderausstellungen an. Das Naturkundemuseum ist im ehemaligen "Ständehaus der Zauche" (Versammlungshaus der Landräte) zu finden.

Wenn Sie sich über die Kultur und Geschichte der Stadt Potsdam informieren wollen, sollten Sie das Potsdam Museum besuchen, in dem viele Objekte zu diesen Themen zu finden sind. Sie erleben die Entwicklung der Stadt im Laufe der Jahrhunderte und können auch Sonderausstellungen des Museums besichtigen, die sich regelmäßig mit Themengebieten wie der Stadt-, Kunst- und Kulturgeschichte Potsdams und auch überregional auseinandersetzt.

Im Filmpark Babelsberg werden regelmäßig Filme und Serien gedreht, weshalb das Filmmuseum Potsdam sehr spannend ist. Denn hier können Sie sich in der Dauerausstellung „Traumfabrik – 100 Jahre Film in Babelsberg“ umfangreich über die Arbeit des Studios, Originalexponate und Filme informieren. Langweilig wird dieser Museumsbesuch bestimmt nicht, denn hier gibt es viel zum selber Ausprobieren an interaktiven Modulen. So können Sie zum Beispiel Filme schneiden oder bei einem Casting agieren. Früher war es das „Filmmuseum der DDR“, worüber wir bereits einen Blogbeitrag veröffentlicht haben (lesen Sie hier).

Im S-Bahn Museum finden Sie alles über die Berliner S-Bahn von alten Fahrkartenautomaten bis hin zu antiken Bahnhofsschildern und erhalten Einblicke in die Entwicklung der S-Bahn.

Für einen Ausflug eignet sich der Filmpark Babelsberg, denn hier können Sie hinter die Kulissen von Filmsets schauen, verschiedene Shows besuchen, Führungen machen und vieles mehr. Der Filmpark bietet ein abwechslungsreiches Programm für jedermann an, für das man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen sollte.

 

Sind Sie neugierig geworden und wollen noch mehr über Potsdam erfahren? Auf der Webseite des Potsdam Marketing und Service finden Sie viele Tipps zu Unternehmungen in Potsdam.

 

Literaturquellen:

  • Bruno Benthien (Hg.): "Reiseführer DDR". 1. Auflage. Berlin/Leipzig: VEB Tourist Verlag, 1990. S. 162-166.
  • Hans-Joachim Giersberg und Hartmut Knitter (Hg.): "Brockhaus-Stadtführer. Potsdam". 2. Auflage. Leipzig: VEB F. A. Brockhaus Verlag, 1972. S.59-147.

Bildquelle:

  • Hans-Joachim Giersberg und Hartmut Knitter (Hg.): "Brockhaus-Stadtführer. Potsdam". 2. Auflage. Leipzig: VEB F. A. Brockhaus Verlag, 1972.

 

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