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Görlitz

Sie ist die östlichste Stadt Deutschlands und wird aufgrund ihrer gut erhaltenen Altstadt häufig besucht! Erfahren Sie mehr über Görlitz. von Esra Kurtoglu (16.11.2016)

Görlitz liegt in Sachsen an der Lausitzer Neiße, ist die östlichste Stadt Deutschlands und liegt direkt an der Grenze zu Polen. Besonders wegen der gut erhaltenen Altstadt besuchen viele Touristen die Stadt. Görlitz blieb im zweiten Weltkrieg fast unzerstört, womit sie als fast einzige Stadt eine gut erhaltene Altstadt hat. Die Stadt Görlitz legt viel Wert auf Kultur und ihre Museen, sowie die Erhaltung der historischen Bauten, um die besondere Atmosphäre von Görlitz zu bewahren.

 

 

Bauten in Görlitz

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul, die kurz „Peterskirche“ genannt wird. Sie ragt über die Dächer der Altstadt hinweg (siehe Bild) und ist im Vergleich zu anderen Bauwerken in Görlitz sehr imposant. Die Peterskirche ist die größte und älteste Kirche Sachsens. 1423, in der Zeit der Gotik, erfolgte der Umbau zu einer mächtigen Hallenkirche, denn vor dem Umbau war die Peterskirche eine eher kleinere Burgkirche. Bis 1372 war die Nikolaikirche die Hauptkirche der Stadt. Im Jahr 1925 wurde sie zu einem Gedächtnismal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges umgebaut und heute befindet sich in der Nikolaikirche eine Ausstellung über den Philosophen Jacob Böhme.

Im Jahr 1369 wurde das Rathaus erstmals erwähnt, 1902/03 renovierte man das Rathaus fast vollständig. Mehr oder weniger blieb nur eine Fassade aus der Renaissance aus dem Jahr 1530 erhalten, die mit der Renovierung allerdings aufgestockt worden ist.

Die Altstadtbrücke von Görlitz hat eine weit zurückreichende Geschichte. Schon im Jahr 1298 wurde sie erstmals erwähnt, besteht komplett aus Holz und musste oft renoviert werden, da das Holz nicht beständig genug war. Trotz Empfehlung des Stadtbaumeisters 1536, festes Baumaterial zu verwenden, entschied man sich für Holz, da es die günstigere Variante war. Im Jahr 1566 überdachte man die Brücke erstmals und baute auf der Ostseite einen Turm, der auch Spittelturm genannt wird. Zweimal wurde es der Brücke zum Verhängnis, dass sie aus Holz gebaut war, denn 1641 und 1813 brannte die Brücke nieder. Erst in den Jahren 1906/07 entschied man sich für eine moderne Steinbrücke mit Stahlbögen. Doch schon 1945 wurde die Brücke von Soldaten der Wehrmacht gesprengt und bis 2004 nicht neu errichtet. Im Oktober 2004 konnte man dann die neue Altstadtbrücke offiziell eröffnen.

Das älteste Renaissance Gebäude in Görlitz ist der Schönhof, der durch seine gute Ausstattung im 15. und 16. Jahrhundert als fürstliches Gästehaus diente. Ab 1991 begann die Sanierung des Bauwerks und der Umbau zum Schlesischen Museum, das 2006 eröffnet werden konnte.

 

Museenvielfalt in Görlitz

Görlitz schreibt Kultur groß und bietet zahlreiche Museen oder Galerien, die für alle Interessen etwas bieten.

Das Kulturhistorische Museum präsentiert sich in drei denkmalgeschützten Gebäuden: Dem Barockhaus Neißstraße 30, dem Kaisertrutz und dem Reichenbacher Turm. Im Barockhaus Neißsstraße finden Sie weitreichende Informationen über die bürgerliche Kultur der Barockzeit sowie Wissenschaft und Kunst um 1800, im Kaisertrutz erhalten Sie einen Einblick in 14.000 Jahre regionale Kulturgeschichte und im Reichenbacher Turm erfahren Sie mehr über die Stadtverteidigung und die Görlitzer Türme. Der Aussichtsturm bietet einen wunderbaren Ausblick über Görlitz!

Im Schönhof befindet sich das Schlesische Museum zu Görlitz, das Einblick in tausend Jahre Kulturgeschichte und die Renaissancearchitektur bietet. Das Museum wird durch unzählige Objekte und ein modernes Ausstellungsdesign erlebbar.

Görlitz beheimatet auch außergewöhnliche Museen, die Sie nicht überall finden können. Das Spielzeugmuseum lässt sicherlich einige Herzen höher schlagen, denn hier finden Sie Spielzeug, das bis 1850 zurück reicht, sowie eine Miniaturlandschaft unter Glas.

Auch für Fotografie-Begeisterte ist etwas dabei: Das Fotomuseum sagt selbst, dass es die Historie der etwa 40 Görlitzer Hersteller erforscht, sammelt und bewahrt und die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich macht. Sie können hier verschiedene Kameramodelle oder Fotografien betrachten.

Für Familien ist das Senckenberg Museum für Naturkunde besonders geeignet, um seinen Kindern die Natur- und Tierwelt näher zu bringen. Für Kinder ist ein Besuch im Naturkundemuseum meist ein Erlebnis, da es viel zu sehen und erleben gibt!

 

Dies sind nur ein paar Möglichkeiten, um seinen Ausflug oder Urlaub in Görlitz zu verbringen und kulturell zu bereichern. Görlitz hat viel an Kultur und Bauwerken zu bieten und lädt ein zu Veranstaltungen wie den Schlesischen Christkindelmarkt oder das Altstadtfest. Hier finden Sie weitreichende Informationen über Aktivitäten in Görlitz und Übernachtungsmöglichkeiten.

 

Literaturquellen:

  • Bruno Benthien (Hg.): "Reiseführer DDR". 1. Auflage. Berlin/Leipzig: VEB Tourist Verlag, 1990. S. 470-473.
  • Autorenkollektiv (Hg.): "Görlitz. TOURIST-Stadtführer". 2. Auflage 1984. Berlin/Leipzig: VEB Tourist Verlag, 1978. S. 34-64.
  • Stadt Görlitz (Hg.): "Die Stadt Görlitz. Erlebnis Görlitz". URL: http://www.goerlitz.de/Tourismus.html (Stand: 14.11.2016)

Bildquelle:

  • Bruno Benthien (Hg.): "Reiseführer DDR". 1. Auflage. Berlin/Leipzig: VEB Tourist Verlag, 1990. S. 470.

 

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