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Frankfurt (Oder)

Frankfurt (Oder) liegt an der Grenze zu Berlin in Brandenburg und war einmal eine Hansestadt, was man noch heute an einigen Gebäuden erkennt. von Esra Kurtoglu (06.01.2017)

Frankfurt liegt an der Oder direkt an der Grenze zu Berlin und war früher einmal eine Hansestadt. Das erkennt man noch heute an den prachtvollen Bauten der norddeutschen Backsteingotik, wie zum Beispiel dem Rathaus und der St. Marienkirche. Seit 1999 trägt Frankfurt (Oder) den Zusatz „Kleiststadt“, der von dem in Frankfurt (Oder) geborenen Heinrich von Kleist stammt.

 

Museen, die Frankfurt (Oder) bietet

Wer sich für die Stadt- und Regionalgeschichte Frankfurt (Oder) interessiert, sollte das Museum Viadrina besuchen. Es ist das Kulturhistorische Museum der Stadt sowie der Region Frankfurt (Oder) und bietet sowohl eine Dauerausstellung als auch Ausstellungen in zwei Außenstellen: Die Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“ und die Ausstellung „Willkommen in der Heimat“ über die Rückkehr von Kriegsgefangenen nach dem 2. Weltkrieg in der Hornkaserne (Polizeipräsidium Ost).

Das Museum Junge Kunst besitzt eine der wesentlichsten Sammlungen von Kunst aus dem Osten Deutschlands und hat ein sehr ansprechendes Ausstellungsprogramm, das zahlreiche Besucher anzieht. Im „DIE ZEIT Museumsführer“ wird das Kunstmuseum als wertvollste Kunstsammlung der Republik genannt. Untergebracht ist die Kunstsammlung im PackHof des Museums und in der Rathaushalle/dem Festsaal des Rathauses.

Wie schon erwähnt wurde der Dichter Heinrich von Kleist in Frankfurt (Oder) geboren, weshalb es natürlich ein Museum gibt, das sich dem Dichter widmet. Sie finden im Kleist-Museum die Dauerausstellung "Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung" mit einer umfangreichen Dokumentation über das Leben und Werk Kleists. Neben der Dauerausstellung gibt es regelmäßig auch Wechselausstellungen, wie zum Beispiel die aktuelle Ausstellung „Shakespeare und Kleist: Genie und Nachahmer?“.

Im Sport zählt Frankfurt (Oder) zu den erfolgreichsten Städten Deutschlands, was selbst viele Frankfurter nicht wissen. Einige Frankfurter Sportler brachten bei den Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften Gold-, Silber- und Bronzemedaillen nach Hause, weshalb man im Sportmuseum Bilder, Trophäen und Erinnerungsstücke sammelt und ausstellt. Das Sportmuseum des Vereins Sportgeschichte Frankfurt (Oder) e.V. möchte aber nicht nur erinnern, sondern auch junge Menschen zur sportlichen Betätigung motivieren.

 

Bauwerke

Ehemalige Hauptpfarrkirche ist die St. Marienkirche im Stil der Backsteingotik, die mit der Stadtgründung im Jahre 1253 erbaut wurde. Sie ist ein Merkmal dafür, dass Frankfurt (Oder) einst eine Hansestadt war! Heute wird die Kirche auch als Kultur- und Begegnungsstätte sowie für Veranstaltungen genutzt. Hierfür setzt sich der Förderverein ein, um die Kirche dauerhaft zu erhalten und sie als Begegnungsstätte nutzen zu können.

Die St. Gertraudkirche wurde 1878 als neugotische dreischiffige Basilika erbaut und 1978 – 1980 zu ihrer heutigen Gestalt umgebaut. Die Ausstattung der Kirche stammt zu einem großen Teil aus der St. Marienkirche. Die bedeutendsten Stücke sind der Bronzeleuchter von ca. 1375, die Bronzetaufe von 1376 und der Hochaltar von 1489. Sie zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen der mittelalterlichen Kunst.

Das Hansestadtfest „Bunter Hering“ findet seit 2004 einmal im Jahr im Juli statt und hat sich zum größten Stadtfest der Region Ostbrandenburgs entwickelt. Es gibt einen Erlebnismarkt, Musik, historische Szenen und vieles mehr.

 

Viele weitere Informationen zu einem Besuch oder einer Reise nach Frankfurt (Oder) finden Sie auf der Webseite der Stadt Frankfurt (Oder) oder auf der Webseite des Tourismusvereins Frankfurt (Oder) e.V.!

 

Literaturquelle:

  • Bruno Benthien (Hg.): "Reiseführer DDR". 1. Auflage. Berlin/Leipzig: VEB Tourist Verlag, 1990. S. 124-127.
  • Tourismusverein Frankfurt Oder e.V. (Hg.): "Europäische Doppelstadt Frankfurt (Oder) und Slubice". URL: http://www.tourismus-ffo.de/ (Stand: 04.01.2017).

Bildquelle:

  • Bruno Benthien (Hg.): "Reiseführer DDR". 1. Auflage. Berlin/Leipzig: VEB Tourist Verlag, 1990. S. 125.

 

 

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