Veranstaltung

Schäfers Stündchen: Giso Weißbach

Am Dienstagabend fand inzwischen zum 16. Mal die Gesprächsrunde „Schäfers Stündchen“ statt, in der Alexander G. Schäfer mit ausgewählten Persönlichkeiten über deren Leben und Karriere spricht. Dienstag unterhielt er sich mit dem charismatischen Giso Weißbach, dessen Bühnenpräsenz und Optimismus das Publikum beeindruckt zurückgelassen hat.                     
von Melanie Alperstaedt (19.01.2017)

Am Dienstagabend fand inzwischen zum 16. Mal die Gesprächsrunde „Schäfers Stündchen“ statt, in der Alexander G. Schäfer mit ausgewählten Persönlichkeiten über deren Leben und Karriere spricht. Dienstag unterhielt er sich mit dem charismatischen Giso Weißbach, dessen Bühnenpräsenz und Optimismus das Publikum beeindruckt zurückgelassen hat.                     

Laut eigener Aussage ist Weißbachs Leitspruch „Ich bin ein unerschütterlicher Optimist“. Als man ihm gestern zuhörte und einen Einblick in seinen Lebenslauf und seine Karriere bekam, wurde einem schnell bewusst, dass Herr Weißbach auch wirklich nach dieser Maxime lebt.

Geboren im Erzgebirge wuchs er in einer musikalischen Familie auf, die außer der Liebe zum Theater keinen besonderen Bezug zur Schauspielerei hatte. Seine ersten eigenen Erfahrungen mit dem Theater sammelte in der Laienspielgruppe des VEB Motorradzwerke Zschopau. Um studieren zu können absolvierte er einen zweijährigen Dienst bei den Luftstreitkräften der NVA und entschied sich danach für eine Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin. Nach Beendigung seines Studiums im Jahre 1965 spielte er zwei Jahre lang am Landestheater Parchim. Danach wurde er am Friedrich-Wolf-Theater in Neustrelitz engagiert und spielte ab 1969 in Weimar. Ab 1971 war er dann freischaffend als Schauspieler tätig.

Seine Karriere im DDR-Fernsehen begann 1971 als Hauptdarstellers des Dreiteilers „Das Licht der schwarzen Kerze“. Laut eigener Aussage wurde er vom Regisseur Peter Hagen besetzt, da er „so ehrliche Augen hatte“. Danach spielte er regelmäßig in Kino- und TV-Produktionen. So hatte er eine Rolle in dem Kinofilm „Der Scout“ oder war im Fernsehen in dem Mehrteiler „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ oder in der Serie „Spuk im Hochhaus“ zu sehen. Doch nicht nur als Schauspieler, auch als Sänger ist Giso Weißbach bis heute erfolgreich. Sein aktuelles Programm finden Sie auf seiner Webseite. In diesem Jahr inszeniert er die Karl May Freilichtspiele in Engelberg (Schweiz), führt Regie und übernimmt auch selbst eine Rolle. So spannend seine Karriere auch war, sie ist noch lange nicht vorbei!

Seine Biografie "Weil ich ein Sonntagskind bin" ist im Verlag "Das Neue Berlin" erschienen und ist so gut wie vergriffen. Sie können das Buch jedoch noch gebraucht erwerben.

 

 

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