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Das DDR Museum auf der Museumsmesse MUTEC in Leipzig

In der Museums- und Kulturvermittlungsbranche gibt es laufend neue Entwicklungen und Innovationen. Um auf diesem weiten Feld auf dem aktuellen Stand zu sein, besuchte ein Teil des DDR Museum Teams samt Direktor am Freitag, den 11.11.2016 die Museumsfachmesse MUTEC in Leipzig.
von Maria Bartholomäus (14.11.2016)

In der Museums- und Kulturvermittlungsbranche gibt es laufend neue Entwicklungen und Innovationen. Um auf diesem weiten Feld auf dem aktuellen Stand zu sein, besuchte ein Teil des DDR Museum Teams samt Direktor am Freitag, den 11.11.2016 die Museumsfachmesse MUTEC in Leipzig.

Die MUTEC ist eine jährliche Fachmesse für Museen, Bibliotheken und Archive. Sie richtet sich an Experten aus Kulturbetrieben wie Museen, Galerien, Stiftungen, Vereine, sowie Institutionen aus dem Bildungsbereich und der Kreativwirtschaft. Besucher erhalten einen Überblick über moderne Technologien, Veranstaltungsangebote und neue Ausstellungsformen und –mittel. Die Aussteller gliedern sich in die Bereiche Ausstellungsarchitektur, Datenbanken, Depotausstattung, Besucherservice, Museumsmanagement und Ausstellungstechnik. In diesem Jahr hatte die MUTEC 13.900 Gäste. Zusätzlich wurden Fachvorträge und Workshops angeboten. Parallel zur MUTEC findet die „denkmal“ - Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung statt.

So vielfältig wie das Messeprogramm sind auch die Fachbereiche der Kollegen, die am vergangenen Freitag gemeinsam die MUTEC besuchten. Der Direktor des DDR Museum, Herr Gordon Freiherr von Godin, informierte sich vor allem über Besucherleitsysteme. Unser Haus begrüßt jeden Monat mehrere Tausend Gäste – ein durchdachtes Eintrittskonzept garantiert einen reibungslosen Aufenthalt in der Ausstellung. Elke Sieber aus der Wissenschaftsabteilung sprach mit diversen Ausstellern, die Vermittlungsangebote für Museen vorstellten. Unser Social Media Manager Michael Geithner informierte sich über mediale Ausstellungstechnologien wie zum Beispiel Visual Reality Brillen. Maria Bartholomäus und Jörn Kleinhardt aus der Sammlungsabteilung interessierten sich besonders für die Themenbereiche Depotmanagement und Datenbanksysteme. Besonders spannend waren moderne Scanlösungen wie zum Beispiel ein 3D-Scanner vom Fraunhofer Institute, mit dem es möglich ist, ein exaktes digitales Abbild des Objekts zu erstellen. Unter den Ausstellern war auch unser Kooperationspartner die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin: Seit 2015 erarbeiten Dozentinnen und Dozenten des Studiengangs Museumskunde am Fachbereich Gestaltung und Kultur gemeinsam mit den Studierenden Inhalte, welche sich sowohl praktisch als auch theoretisch mit dem DDR Museum auseinander setzen. Diese Inhalte sind in die museologischen Fachgebiete Besucherforschung, Besucherservice und Inventarisierung und Objektdokumentation eingebettet. Das DDR Museum steht den angehenden Museologen und Museologinnen mit fachlicher Expertise, Einblicken in den Ausstellungs- und Sammlungsalltag sowie der Möglichkeit, Kenntnisse aus der Theorie praktisch umzusetzen, zur Seite.

Bereits einen Tag zuvor nahm unser Sammlungsleiter, Sören Marotz, an einer Podiumsdiskussion teil. Thema war die handwerkliche Restaurierung im Museum, die bisher vor allem im Bereich des Denkmalschutzes verortet wurde. Gerade handwerkliche Fähigkeiten sowie Kenntnisse im Bereich der Materialkunde sind in einer Institution wie dem DDR Museum mit seinem spezifischen Sammlungsgut für den Kulturerbeerhalt vonnöten. Ziel war es auch, auf die vielfältigen, attraktiven Bildungs- und Berufschancen aufmerksam zu machen, die junge Menschen im Handwerk erwarten. Auf dem Podium diskutierten neben Restauratoren auch die Vertreter von Museen und Fortbildungsakademien Andrea Nicola Grimm, Bernd Junker, Dipl.-Ing. Eckard Zurheide und Jakob Thalmayr. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Titus Kockel vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei der visitate GmbH aus Berlin bedanken, die uns den kostenfreien Messeeintritt ermöglicht haben. 

 

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